auf der Webseite von der Gemeinde Guarda im Unterengadin.


Auf einer sonnigen nach Süden ausgerichteten Terrasse des Unterengadins liegt Guarda auf 1653 m.ü.M. Bekannt für sein prächtiges Dorfbild mit den sgraffitigeschmückten Engadinerhäusern erhielt es bereits 1975 den Henri-Louis-Wakker-Preis. Und es findet Erwähnung im Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung.
Der Erhaltung eines lebensfähigen Dorfes und der Bewahrung des von Generationen Geschaffenen nimmt sich die Stiftung "Pro Guarda" an. Tatsächlich ist hier nicht nur die ganze Dorfanlage, sondern praktisch jedes Haus sehenswert: Mächtige Bogentüren, kleine, als Lichtfang gestaltete Fenster, neckische Erker, schön geschmiedete Gitter und originelle Verzierungen.Von besonderem kulturhistorischem Wert sind zweifellos die Sgraffitti.
Unter den stattlichen Wohnhäusern befindet sich übrigens auch jenes, das Alois Carigiet zu seinen Schellen-Ursli-Illustrationen inspiriert hat. Dieser Bekanntheitsgrad bringt jedoch auch Gefahren mit sich, dass das Dorf tendenziell zu einem Objekt mit hohen Immobilienpreisen wird. Neben dem alten Dorfkern hat die Gemeinde Guarda deshalb eine kleine Bauzone ausgeschieden. Das gemeindeeigene Land wird für Einheimische und Neuzuzüger preiswert abgegeben. Nicht nur dadurch konnte die Einwohnerzahl in den letzten Jahren leicht erhöht werden.